Donnerstag, Januar 31

Amateurfunk: 600-m-Band in Belgien freigegeben

Die belgische Fernmeldebehörde BIPT wird in Kürze den Amateurfunkbetrieb im 600-m-Band freigeben.

Das meldet der aktuelle Deutschland-Rundspruch des DARC. Dann können belgische Funkamateure den Bereich 501 bis 504 kHz für Telegrafiebetrieb (CW) nutzen. Die maximal erlaubte Sendeleistung soll bei 5 Watt EIRP liegen. Ebenso soll der Bereich 1875 bis 2000 kHz für belgische Funkamateure freigegeben werden. Der Funkbetrieb darf hier mit max. 10 Watt PEP in allen Modulationsarten erfolgen. Manche Quellen hatten bereits die Freigabe der beiden Bänder als erfolgt gemeldet. Nach Angaben des belgischen Amateurfunkverbandes UBA ist jedoch bis dato eine notwendige formelle Benachrichtigung noch nicht erfolgt.

Tom DF5JL

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Freitag, Oktober 5

Über 20.000 Antennenstandorte zu verkaufen (2)

Nachdem Jochen Althoff, DF1VB, auf den ersten Beitrag mit einem Kommentar reagiert hat und RADIOSKALA schlechte Recherche vorwirft, möchte die Redaktion Stellung dazu beziehen.

Die Umstände, die Jochen in seinem Kommentar beschreibt, sind der Redaktion bekannt. Sie hat jedoch bewusst auf umfassende detaillierte Ausführungen verzichtet, da sie für die Zielgruppe des Blogs in diesem Umfang wenig relevant sind und einen klaren Blick auf die Situation eher verstellen. Auch wurde in dem RADIOSKALA-Beitrag der DFMG (Deutsche Funkturm GmbH) an keiner Stelle bösartiges Handeln unterstellt. Die Redaktion geht selbstverständlich davon aus, dass die DFMG rechtskonform gehandelt hat und handelt.

Zwar mag die Formulierung "Kündigungen zahlreicher Amateurfunkantennenanlagen" isoliert betrachtet missverständlich sein, sie wird aber nachfolgend konkretisiert: "Die Deutsche Funkturm GmbH hatte den VFDB e. V. (Anm.: Verband der Funkamateure in Telekommunikation und Post e. V.) im Frühjahr 2007 aufgefordert, die teilweise mehr als üppige Nutzung ihrer Standorte kurzfristig zu beenden...". Zwar war die Anzahl der Antennen im Bereich des Amateurfunks vertraglich nicht festgelegt und geregelt, wie Ernst Seelbach (Bereichsleiter Marketing/Vertrieb, Prokurist) von der DFMG während eines Gesprächs mit dem Runden Tisch Amateurfunk am 9. Mai 2007 feststellt. Doch hatte die DFMG-Forderungen zum Rückbau der Amateurfunkanlagen an den DFMG-Standorten auch noch andere Gründe als die Anzahl der Antennen, nämlich: Ausuferungen und Nichteinhaltung von Sicherheitsstandards. Nach den letzten Kontrollen hätte man daher handeln müssen, ergänzte Seelbach anlässlich des RTA-Treffens. Inzwischen verweist auch der VFDB auf seiner Internetseite als Reaktion auf die Vorgänge auf die Vorschriften des HVBG (Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften).

Die DFMG hatte mit Frist den VFDB im Frühjahr 2007 zu einem Rückbau der automatischen Stationen auf DFMG-Türmen aufgefordert. Im Vorfeld hatte die DFMG den VFDB darum gebeten, Verhandlungsstände und Zwischenberichte nicht an die Öffentlichkeit zu geben, was innerhalb der Amateurfunkgemeinde zu wilden Spekulationen geführt hatte. Der Hintergrund dazu waren jedoch die jetzt bekannt gewordenen Verkaufsabsichten der DTAG.

In einer Vorstandsmitteilung vom 16.05.2007 teilt der VFDB seinen Mitgliedern mit: "Wir sind stolz darauf, dass es unseren Betreibern und SYSOPS in einer gemeinsamen Kraftanstrengung gelungen ist, in dieser kurzen Zeitspanne über 90% aller Standorte auf die geforderten Werte zurück zu bauen und der DFMG den Vollzug der Aktion zu melden." Leider seien für 11 Standorte trotz mehrfacher Anschreiben an die SYSOPS, die Verantwortlichen in den OVs und BVs, bis zum 01.05.2007 keinerlei Rückmeldungen von deren Betreibern erfolgt. Die DFMG wurde gebeten, diese Standorte aus dem Fördervertrag mit dem VFDB herauszunehmen.

Einblicke in die Diskussion und den Umfang der Rückbaumaßnahmen bietet www.darc.de/g/DFMG-News.txt.

Die Deutsche Funkturm GmbH (DFMG) ist eine Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom AG, die Antennenträger plant, realisiert und vermarktet. Sitz des Unternehmens ist die westfälische Stadt Münster. Aufgrund einer Förderverfügung des Postministers standen nach dem Zweiten Weltkrieg Funkamateuren des damaligen "Verband der Funkamateure der deutschen Bundespost - VFDB" u. a. Standorte auf den Fernmeldetürmen für automatische Amateurfunkstationen (sog. "Relaisfunkstellen") zur Verfügung. Auch nach der Privatisierung der Deutschen Bundespost stellten DeTeImmo und später die DFMG den Funkamateuren im VFDB e. V. diese exzellenten Standorte auf den Türmen weiterhin zur Verfügung - wenn auch nicht mehr kostenlos. Seit dem 1. Mai 2007 wird die Einhaltung folgender Rahmenbedingungen für automatische Amateurfunkstellen des VFDB e. V. an DFMG-Standorten gefordert: maximal 100 W Leistungsaufnahme und maximal vier Antennen an einem Standort. Dies bedeutet gegenüber dem bisherigen Status quo eine Einschränkung und damit einen massiven Einschnitt in den Betrieb von automatisch arbeitenden Amateurfunkstellen. (Foto: Hande / Pixelio.de)


Tom DF5JL

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Mittwoch, Oktober 3

Über 20.000 Antennenstandorte zu verkaufen

500 Fernsehtürme, 6.000 Masten und 14.000 Dachstandorte, darunter der Alex in Berlin sowie der Münchner Olympiaturm - sie alle möchte die Deutsche Telekom AG loswerden. Das berichtet der Kölner Stadtanzeiger in seiner Dienstagsausgabe (2. Oktober 2007).

Die Antennenstandorte gehören zur DTAG-Tochter Deutsche Funkturm GmbH (DFMG). Diese möchte der Bonner Konzern verkaufen, weil sie nicht zum Kerngeschäft zähle, so ein Unternehmenssprecher. Noch vor kurzem wurden zahlreiche Standorte durch die aufwendige Montage von DVB-T-Antennen modernisiert.

Zum Schaden des Amateurfunks

Vor dem Hintergrund des geplanten Verkaufs sind nun auch die Kündigungen zahlreicher Amateurfunkantennenanlagen auf den DFMG-Standorten zu verstehen: Die Deutsche Funkturm GmbH hatte den VFDB e. V. im Frühjahr 2007 aufgefordert, die teilweise mehr als üppige Nutzung ihrer Standorte kurzfristig zu beenden - man wollte die Braut wohl durch die Befreiung von wildwachsenden Altlasten schmücken. Die maximale Amateurfunkantennenanzahl wurde auf vier begrenzt, ebenso die Leistungsaufnahme der amateurfunkspezifischen Technik auf maximal 100 Watt. Betroffen davon waren vor allem Amateurfunk-Einrichtungen wie Amateurfunkrelais, Digipeater, Funkrufsender, Packet-Radio-Knoten usw. Die Thematik ist für die Funkamateure von großer Bedeutung. Aufgrund der verschiedenen experimentellen Betriebsarten ist der Amateurfunk auf exponierte Standorte angewiesen. (Foto: Disegno / Pixelio.de)


Tom DF5JL

Der Absatz "Zum Schaden des Amateurfunks" verbreitet Aussagen die nicht der Warheit entsprechen. Es ist nicht so, das plötzlich und unerwartet die Amateurfunknutzung auf den DFMG Standorten massiv eingeschränkt wurde, sondern der Eigentümer und Vermieter, welcher dem VFDB diese Standorte sponsort, hat auf Einhaltung der seit langem bestehenden Mietvertäge gedrungen. Das sicherlich gutes Recht des Vermieters! Einige Betreiber von Amateurfunkstellen haben sich schlicht nicht an die Auflagen der Mietverträge gehalten.
Wir können froh sein, das der Vermieter, welcher ein umfangreiches Sponsoring der Funkamateure durch die Vergabe der Standortnutzungsrechte betreibt, sich nicht einfach zurückgezogen hat, angesichts dieser teils massiven Vertragsverstöße!
Und solch schlecht recherchierte Beiträge wie der o.g. Artikel tragen sicherlich nicht gerade zur Entspannung der Situation bei.
Standorte die gekündigt worden sind, sind vom VFDB gekündigt worden und nicht von der DFMG, und zwar wegen Unzuverlässigkeit der Betreiber.

Jochen Althoff, DF1VB
(Betreiber von DB0DS,DB0DDS,DB0JO,DB0TT)

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Freitag, September 28

Ballonstart zum Sputnik-Jubiläum

Am 4. Oktober wurde vor 50 Jahren der erste künstliche Erdsatellit "Sputnik" in eine Umlaufbahn gebracht. Die Funkamateure der Sternwarte Bochum starten zu diesem Jubiläum einen Wetterballon, der mit einem 2-m-Sender versehen ist und auf 145,200 MHz in FM das Rufzeichen DAØSPUTNIK und die historischen Signale des Original-Sputniks aussendet, meldet der Deutschland-Rundspruch des DARC.

Die Sendeleistung des Ballonexperiments beträgt 1 Watt an einer Rundstrahlantenne. Da der Ballon bis zu 25 .000 Meter hoch steigen kann, sollten die Signale in ganz Mitteleuropa zu hören sein. Der wegen der Nähe des Düsseldorfer Flughafens von der Flugsicherung vorgegebene Starttermin ist der 4. Oktober 00:00 Uhr MESZ; der Startort ist Bochum mit dem Locator JO31OK. Die voraussichtliche Missionsdauer beträgt bis zu 24 Stunden.

Tom DF5JL

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Donnerstag, Juli 5

DK1KQ erhält Mittelwellen-Versuchsgenehmigung

Uwe Wensauer, DK1KQ, hat von der Bundesnetzagentur eine Versuchsgenehmigung zum Betrieb einer Funkbake auf 505,1 kHz erhalten. Das Rufzeichen DI2KA hat eine Gültigkeit von 12 Monaten.

Besonderes Anliegen von Uwe, mit Standort Cuxhaven, sind Reichweitenversuche mit kleinen Antennen, so wie sie früher auf Schiffen verwendet wurden. Empfangsberichte sind willkommen. DI2KA gesellt sich damit unter anderen zu den Mittelwellenbaken DI2BO von Holger Kinzel, DK8KW, in Peine bei Hannover, und DI2AG von Walter Staubach, DJ2LF, in Dormitz/Oberfranken ein. Der DI-Präfix-Block ist für Versuchs- und Forschungs-Funk reserviert. Es handelt sich nicht um eine Amateurfunk-Anwendung. (Quelle: DARC)

Tom DF5JL

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Mittwoch, Juni 27

DRKultur: "Eine verschworene Gemeinschaft - Amateurfunker-Treffen in Friedrichshafen"

Sie haben Freunde in aller Welt. Und sie sind Technik-Freaks durch und durch. In Deutschland gibt es rund 75.000 lizensierte Funkamateure. Am Wochenende trafen sich 18.000 Funker in Friedrichshafen am Bodensee zur größten europäischen Amateurfunkmesse "Ham Radio". Thomas Wagner berichtete über die Welt des Amateurfunks im Radiofeuilleton von Deutschlandradio Kultur sowie im Deutschlandfunk. (Bild: Messe Friedrichshafen)

Textbeitrag DRKultur "Eine verschworene Gemeinschaft"
Textbeitrag DLF - "Morsen auf hohem Niveau"
Audiofile (mp3, 4:14 min.)

Tom DF5JL

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Mittwoch, Juni 20

Treibbojenprojekt zur HAM RADIO am Bodensee

Auch in diesem Jahr wird anlässlich der Amateurfunk-Messe HAM RADIO in Friedrichshafen ein Treibbojenversuch auf dem Bodensee stattfinden. Das berichtet der Deutschland-Rundspruch des DARC e.V. in seiner jüngsten Ausgabe.

Die Boje soll am Freitag, den 22. Juni, in der Zeit nach 15 Uhr MESZ zwischen Friedrichshafen und Romanshorn ausgesetzt werden, sofern die Wetterbedingungen es zulassen. Im vergangenen Jahr legte die Boje ca. 60 km auf dem Bodensee zurück. Sie wird ihre aktuelle Position alle acht Minuten mit APRS (Automatisches Packet Melde-System) auf 144,8 MHz ausgeben. Parallel dazu sendet sie auf 144,9 MHz über den Digipeater OE9XPR auf dem Pfänder ebenfalls die GPS-Position und zusätzliche Telemetriedaten wie Batteriespannung, Stromverbrauch, Temperatur und relative Feuchte in das Packet-Radio-Netz im Convers Channel 1013. Neu an Bord ist eine Kamera, die während der Reise Bilder aufnimmt. Weitere Informationen findet man unter http://www.aatis.de/. (Quelle: DLRS; Foto: AATIS)
Tom DF5JL

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Freitag, Mai 18

Aachener Zeitung: Weltweit "chatten" ohne Internet

AZ: "Den Vatertag nutzten die Funkamateure aus der Region, um vom ehemaligen Zechengelände an Schacht 3 aus in die weite Welt hinaus zu funken. Im Rahmen des Aktionstages Bergbau werden einmal im Jahr Zechen und Schachtanlagen in Deutschland und dem benachbarten Ausland «aktiviert», indem dort Bergleute und Funkamateure über Kurzwelle den Kontakt zueinander suchen." [mehr]

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Donnerstag, April 12

Weltamateurfunktag am 18. April






Den 18. April hat die International Amateurradio Union (IARU) zum Weltamateurfunktag ausgerufen. Unter dem Motto: „Amateurfunk: Die Jugend im Kontakt mit der Welt“ wird am kommenden Mittwoch, den 18. April reger Betrieb auf allen Amateurfunkfrequenzen stattfinden.

Der IARU-Sekretär Dave Sumner, K1ZZ, erinnert an den Stellenwert des Amateurfunks in der Entwicklung der drahtlosen Nachrichtentechnik. Funkamateure können in praktisch jede Ecke der Welt eine Verbindung aufbauen – völlig unabhängig von der bestehenden Infrastruktur des modernen Telekommunikationssektors. Trotz Internet und Mobiltelefonen zieht der Amateurfunk auch heute viele Jugendliche aufgrund der einfachen und direkten Kommunikation sowie der vielen völkerverbindenden Freundschaften an. Durch das weltweite Raumfahrtprojekt „Amateur Radio on International Space Station“ (ARISS) können Schüler und Studenten sogar direkt mit den Astronauten der Internationalen Raumstation ISS sprechen. Die Internationale Fernmeldeunion erkennt den Amateurfunk als eigenständigen Funkdienst an, weil die Funkamateure trotz ihres unbezahlten Freizeiteinsatzes professionell arbeiten.

Quelle: IARU/DARC; Abb.: IARU; ARRL


Tom DF5JL

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Mittwoch, April 11

Chat with Charles: Simonyi KE7KDP berichtet über seinen ISS-Aufenthalt

Amateur Radio on the International Space Station (ARISS) berichtet, dass der Software-Pionier und Hobby-Astronaut Charles Simonyi (58), KE7KDP, mehrere Funk-Verbindungen mit Schulklassen während seines Aufenthalts an Bord der Internationalen Raumstation ISS plant. Mit dabei: die Schule, die Simonyi in seiner Heimat Ungarn besucht hat.

Darüber hinaus wird KE7KDP sporadisch QRV sein. Simonyi wird im russischen Teil der ISS zudem mehrere Forschungsexperimente durchführen, so die russische Informations- und Nachrichtenagentur RIA Novosti. Ein weiteres Experiment, das auf der ISS stattfinden soll, trägt den Titel PILLE. Dabei soll die Belastung der ionisierenden Weltraumstrahlung, die Simonyi während seines siebentägigen ISS-Aufenthalts bekommt, experimentell bestimmt werden.

Außerdem will Simonyi die Erde per Videokamera aufnehmen. Auf seiner Homesite www.charlesinspace.com ist ein Audiofile per Stream abrufbar, in dem KE7KDP beschreibt, wie er sich während des Starts, der Ankunft und dem Betreten der ISS gefühlt hat.


Tom DF5JL

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Montag, März 12

BITTE NICHT NACHMACHEN!!! - "Fernsehen mit der Mikrowelle" (OTZ)

Selten so gelacht! Die Redakteurin der Ostthüringer Zeitung Carola Frindert berichtet von der 4. Thüringer Fachtagung für Amateurfernsehen in Hermsdorf: "Fernsehen mit der Mikrowelle. Mit herkömmlichen Haushaltsgeräten geht das natürlich nicht. Aber wenn Amateurfunker ihre Hand im Spiel haben, kann das durchaus klappen." Während Sprechfunker sich der Kurzwellen bedienten, bräuchten die Funkamateure, die eigene Fernsehsender betreiben, die Mikrowellen, weiß Carola Frindert zu berichten. "Im Handel erhältliche Elemente oder Teile aus anderen Geräten werden entsprechend der gewünschten Funktionen zusammengelötet und verdrahtet. Und so könnte tatsächlich auch eine herkömmliche Küchen-Mikrowelle für die Zwecke der Funkamateure ausgeschlachtet werden."

Quelle: OTZ Stadtroda vom 11. März 2007
(Foto: Jürgen, PixelQuelle.de)

Tom DF5JL

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