Donnerstag, April 12

Weltamateurfunktag am 18. April






Den 18. April hat die International Amateurradio Union (IARU) zum Weltamateurfunktag ausgerufen. Unter dem Motto: „Amateurfunk: Die Jugend im Kontakt mit der Welt“ wird am kommenden Mittwoch, den 18. April reger Betrieb auf allen Amateurfunkfrequenzen stattfinden.

Der IARU-Sekretär Dave Sumner, K1ZZ, erinnert an den Stellenwert des Amateurfunks in der Entwicklung der drahtlosen Nachrichtentechnik. Funkamateure können in praktisch jede Ecke der Welt eine Verbindung aufbauen – völlig unabhängig von der bestehenden Infrastruktur des modernen Telekommunikationssektors. Trotz Internet und Mobiltelefonen zieht der Amateurfunk auch heute viele Jugendliche aufgrund der einfachen und direkten Kommunikation sowie der vielen völkerverbindenden Freundschaften an. Durch das weltweite Raumfahrtprojekt „Amateur Radio on International Space Station“ (ARISS) können Schüler und Studenten sogar direkt mit den Astronauten der Internationalen Raumstation ISS sprechen. Die Internationale Fernmeldeunion erkennt den Amateurfunk als eigenständigen Funkdienst an, weil die Funkamateure trotz ihres unbezahlten Freizeiteinsatzes professionell arbeiten.

Quelle: IARU/DARC; Abb.: IARU; ARRL


Tom DF5JL

Labels: , , ,

Mittwoch, April 11

Chat with Charles: Simonyi KE7KDP berichtet über seinen ISS-Aufenthalt

Amateur Radio on the International Space Station (ARISS) berichtet, dass der Software-Pionier und Hobby-Astronaut Charles Simonyi (58), KE7KDP, mehrere Funk-Verbindungen mit Schulklassen während seines Aufenthalts an Bord der Internationalen Raumstation ISS plant. Mit dabei: die Schule, die Simonyi in seiner Heimat Ungarn besucht hat.

Darüber hinaus wird KE7KDP sporadisch QRV sein. Simonyi wird im russischen Teil der ISS zudem mehrere Forschungsexperimente durchführen, so die russische Informations- und Nachrichtenagentur RIA Novosti. Ein weiteres Experiment, das auf der ISS stattfinden soll, trägt den Titel PILLE. Dabei soll die Belastung der ionisierenden Weltraumstrahlung, die Simonyi während seines siebentägigen ISS-Aufenthalts bekommt, experimentell bestimmt werden.

Außerdem will Simonyi die Erde per Videokamera aufnehmen. Auf seiner Homesite www.charlesinspace.com ist ein Audiofile per Stream abrufbar, in dem KE7KDP beschreibt, wie er sich während des Starts, der Ankunft und dem Betreten der ISS gefühlt hat.


Tom DF5JL

Labels: , ,

Montag, April 2

ARISS - Willkommen an Bord der ISS

An Bord der Internationalen Raumstation ISS befinden sich stets Astronauten, die Module installieren und Anlagen warten - die Raumstation befindet sich noch in der Aufbauphase. Viele der Astronauten sind Funkamateure mit einer Amateurfunklizenz. So besteht die Möglichkeit, mit Ihnen in Kontakt zu treten - mittels Amateurfunk.

Entsprechende Kontakte werden organisiert von ARISS, einer Arbeitsgruppe aus Freiwilligen. ARISS, das steht für „Amateur Radio on the International Space Station“. Ins Leben gerufen wurde ARISS von den Amateurfunkverbänden der USA, Kanada, Russland, Europa und Japan. Vor allem Kontakte zwischen Schulen und der ISS sollen organisiert werden. Während eines Überflugs haben die Schüler zehn Minuten Zeit, vorbereitete Fragen an die Astronauten an Bord der ISS zu stellen. Zehn Minuten - danach "versinkt" die ISS aufgrund von Flughöhe und Geschwindigkeit hinter dem Horizont.

Weitere Infos hierzu finden Interessierte unter www.ariss-eu.org/ - leider nur auf Englisch. Unklar ist, warum die nationalen Amateurfunkverbände (in Deutschland wäre das der DARC e.V. in Baunatal) bislang nicht entsprechende Übersetzungen der ARISS anbieten. Zumal sich mit dem ARISS-Projekt öffentlichkeitswirksam eine Brücke schlagen ließe zwischen technisch interessierten Schülern und dem Amateurfunk.

Möglicherweise werden die nationalen Amateurfunkverbände von anderen Sorgen getrieben. Die ESA hat zwar die Installation einer Amaterfunkstation im europäischen Forschungs-Modul COLUMBUS zugestimmt, das Ende 2007 an der Internationalen Raumstation anmontiert werden soll. Doch die benötigten 13- und 23-cm-Band-Antennen, Koaxkabel und passende Durchführungen kosten Geld. Ein Großteil der Investitionssummen trägt die europäische Raumfahrtbehörde ESA (über 100.000 EUR), die Antennen wurden vom Institut für Telekommunikation und Akustik an der Breslauer Technischen Universität in Polen entwickelt. Doch trotz einer Sonderfinanzierung des polnischen Forschungsministeriums steht noch eine Restsumme von 18.000 EUR im Raum. Dazu kommen noch einmal rund 60.000 EUR für die Entwicklung, den Bau und die Zulassung spezieller raumfahrtgeeigneter Amateurfunk-Geräte.

Info: www.ariss-eu.org/columbus.htm


Tom DF5JL

Labels: , ,