Montag, April 2

ARISS - Willkommen an Bord der ISS

An Bord der Internationalen Raumstation ISS befinden sich stets Astronauten, die Module installieren und Anlagen warten - die Raumstation befindet sich noch in der Aufbauphase. Viele der Astronauten sind Funkamateure mit einer Amateurfunklizenz. So besteht die Möglichkeit, mit Ihnen in Kontakt zu treten - mittels Amateurfunk.

Entsprechende Kontakte werden organisiert von ARISS, einer Arbeitsgruppe aus Freiwilligen. ARISS, das steht für „Amateur Radio on the International Space Station“. Ins Leben gerufen wurde ARISS von den Amateurfunkverbänden der USA, Kanada, Russland, Europa und Japan. Vor allem Kontakte zwischen Schulen und der ISS sollen organisiert werden. Während eines Überflugs haben die Schüler zehn Minuten Zeit, vorbereitete Fragen an die Astronauten an Bord der ISS zu stellen. Zehn Minuten - danach "versinkt" die ISS aufgrund von Flughöhe und Geschwindigkeit hinter dem Horizont.

Weitere Infos hierzu finden Interessierte unter www.ariss-eu.org/ - leider nur auf Englisch. Unklar ist, warum die nationalen Amateurfunkverbände (in Deutschland wäre das der DARC e.V. in Baunatal) bislang nicht entsprechende Übersetzungen der ARISS anbieten. Zumal sich mit dem ARISS-Projekt öffentlichkeitswirksam eine Brücke schlagen ließe zwischen technisch interessierten Schülern und dem Amateurfunk.

Möglicherweise werden die nationalen Amateurfunkverbände von anderen Sorgen getrieben. Die ESA hat zwar die Installation einer Amaterfunkstation im europäischen Forschungs-Modul COLUMBUS zugestimmt, das Ende 2007 an der Internationalen Raumstation anmontiert werden soll. Doch die benötigten 13- und 23-cm-Band-Antennen, Koaxkabel und passende Durchführungen kosten Geld. Ein Großteil der Investitionssummen trägt die europäische Raumfahrtbehörde ESA (über 100.000 EUR), die Antennen wurden vom Institut für Telekommunikation und Akustik an der Breslauer Technischen Universität in Polen entwickelt. Doch trotz einer Sonderfinanzierung des polnischen Forschungsministeriums steht noch eine Restsumme von 18.000 EUR im Raum. Dazu kommen noch einmal rund 60.000 EUR für die Entwicklung, den Bau und die Zulassung spezieller raumfahrtgeeigneter Amateurfunk-Geräte.

Info: www.ariss-eu.org/columbus.htm


Tom DF5JL

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