Sonntag, März 18

Marconitag: OE12M vom 20. bis 22. April 2012

Die Amateurfunk-Sektion im ORF und das Dokumentationsarchiv Funk/QSL Collection betreiben vom 20. bis 22. April 2012 eine Amateurfunkstelle mit dem Sonderrufzeichen OE12M.

Am Samstag, dem 21. April 2012, dem „International Marconi Day“ (IDM) zählt OE12M überdies als eine der rund 25 IMD-Stationen weltweit für das IMD-Diplom.

Alle Informationen zum IMD: www.dokufunk.org/imd

Tom DF5JL 

5 MHz und die Kommerzialisierung des Amateurfunks

Zum 5. März traten in den USA neue Vorschriften für den Amateurfunkverkehr in Kraft. Die von der FCC bereits am vergangenen 18. November angekündigten Vorschriften erlauben nun neben der Telefonie (J3E, mit 2.8 kHz Bandbreite) auch Telegrafie (A1A, 150 Hz Bandbreite) sowie Datenfunk (J2D – Pactor III mit 2.8 kHz Bandbreite und J2B – PSK31 mit 60 Hz Bandbreite). Außerdem hat die FCC die maximale Sendeleistung von 50 auf 100 Watt PEP an einen Dipol erhöht.

Da das 60-m-Band bei uns in der Region 1 nicht zur Verfügung steht, könnte man diese Nachricht ignorieren, aber unter der Oberfläche birgt die Regelung Zündstoff. Eine öffentliche Diskussion der Problematik drängt sich auf.

Grundsätzlich ist es immer positiv zu werten, wenn die Amateurfunkgemeinde neue Frequenzen zugeteilt erhält, aber die vorgeschlagene Einteilung der Betriebsarten birgt eine Gefahr für die Offenheit des Amateurfunks.

Es ist unbestritten, dass PACTOR III eine effiziente und professionelle Betriebsart darstellt und dass sie für viele Funkamateure eine zuverlässige Möglichkeit bietet, weltweit Zugriff auf E-Mails zu haben. Dabei ist es unerheblich, ob man sich auf hoher See, im Outback oder in den Anden befindet.

Es ist aber auch unbestritten, dass es sich bei PACTOR III (und dem Nachfolger PACTOR 4) um eine kommerzielle und proprietäre Lösung handelt, die nicht allen Funkamateuren offen steht. Möchte man PACTOR III mitlesen oder in dieser Betriebsart kommunizieren, benötigt man ein Modem der Firma SCS. Die Firma SCS Special Communications Systems GmbH & Co. KG verfügt alleine über die Herstellungsrechte, deshalb kommt man an ihr nicht vorbei.

Dasselbe gilt auch für Technologien wie D-STAR, aber neu ist im vorliegenden Fall, dass im 60-m-Band Frequenzen explizit für PSK31 und PACTOR III reserviert werden.

Das ist an sich schon eine heikle Sache, denn grundsätzlich dürfen wir auf unseren Bändern nur unverschlüsselt und offen kommunizieren. Da ist eine herstellerabhängige Übertragungsart, die nicht offen gelegt wird, im Prinzip systemwidrig. Wenn man solchen Betriebsarten auf einem Band, dass nur über 5 Kanäle verfügt, explizit die Erlaubnis gibt, darüber zu kommunizieren und gleichzeitig offene Varianten ausschliesst, dann ist das umsomehr ein Problem.

Man kann jetzt argumentieren, dass ja auch PSK31 zulässig ist – aber diese Sichtweise greift zu kurz: PSK31 ist zwar allgemein zugänglich, aber es ist nur eine einzige eines ganzen Blumenstraußes an schmalbandigen Betriebsarten.

Neben zahlreichen digitalen Übertragungsarten wie verschiedenen PSK-Varianten, AMTOR, JT65, OLIVIA oder auch älteren Varianten wie RTTY, Feld-HELL etc. gibt es auch Komplettsysteme, die einem PACTOR-System ebenbürtig (oder z.B. durch Twitter-Integration sogar überlegen) sind.

Als Beispiel sei hier PSKmail erwähnt, eine Lösung, die auch von Intermar e.V. unterstützt wird.

PSKmail ist offen, d.h. wer über die nötigen Fähigkeiten verfügt, kann mithelfen, das System weiter zu entwickeln. PSKmail läuft unter anderem unter Windows, Linux, OS X, BSD und auf Android Mobiltelefonen.

PSKmail ist ein System, das es ermöglicht, Internetdienste wie E-Mail und Webzugriff unabhängig von der vorhandenen Infrastruktur nutzbar zu machen. Ein Segelboot mitten auf dem Ozean kann E-Mails senden und empfangen, Wetternachrichten herunterladen und Kurznachrichten bzw. die eigene Schiffsposition über das APRS System verschicken. Freunde und Verwandte können so in Verbindung bleiben und die Bewegungen des Schiffs auf einem graphischen Bildschirm verfolgen; Sekunden nachdem die Position vom Schiff verschickt wurde. PSKmail kann auch in abgelegenen Gebieten und/oder überall wo solche gerade nicht vorhanden sind, Internetdienste zur Verfügung stellen. Sie möchten vielleicht Internetzugriff am Nordpol? Kein Problem – PSKmail macht’s möglich.

Die im Einsatz stehenden Server sind unabhängig und fallen nicht aus, selbst wenn ein zentrales System unerreichbar sein sollte. Ist ein Server außer Betrieb oder unerreichbar, kann man irgend einen anderen benutzen.

PSKmail arbeitet im Moment mit unter anderem mit folgenden Betriebsarten:
PSK500, PSK500R, PSK250R, PSKR125, MFSK32, MFSK16, THOR22.

Aus dieser Sicht wäre es besser gewesen, die Bandbreite zu reglementieren als spezifisch PSK31 und PACTOR III zuzulassen.

Die Gründe sind uns nicht bekannt und es ist auch möglich, dass diese Regelung in Zukunft angepasst wird. Mit der Zulassung von PACTOR III, unter dem gleichzeitigen Ausschluss von anderen, schmalbandigeren, effizienteren und offen zugänglichen Betriebsarten, hat eine Entwicklung stattgefunden, die kritisch beobachtet werden muss.

Quelle: hamnews.ch, bearbeitet von Tom DF5JL

Kein DGPS im 70-cm-Band

Schon im Dezember 2009 hatte das VHF/UHF/SHF-Technikreferat des DARC-Distriktes Ruhrgebiet (L) auf die Problematik der unkoordinierten DGPS-Zuteilung hingewiesen:

"Die niederländische Telecom Agentur (www.agentschap-telecom.nl) hat einseitig und ohne jegliche europäische Koordinierung den Frequenzbereich 438 bis 440 MHz für DGPS-Anwendungen zugeteilt. In den Niederlanden ist der Bereich 436-440 MHz nur sekundär dem Amateurfunk zugewiesen. Als Primärnutzungen sind unter anderem laut Datenbank, Land Mobile und Radio Location vorgesehen ( tinyurl.com/nny36a ). Hier besteht Kollisionspotenzial mit dem in DL primär zugewiesenen 70-cm-Amateurfunkband von 430 bis 440 MHz. Der Referent des DARC-Referates VHF-/UHF-/SHF-Technik, Jochen Berns, DL1YBL, hat das Problem bereits im November auf der IARU-Tagung in Cavtat/Kroatien mit den Vertretern der Niederländischen Regulierungsbehörde diskutiert.

Konsenz: Aufgrund der langjährigen Zuteilung der Relaisfunkstellen im 70-cm-Band genießt der Amateurfunkdienst in DL Bestandsschutz. Die nationale Amateurfunkzuteilung im Bereich 430-440 MHz in DL ist IARU-konform. Jede individuelle Amateurfunkstation hat in DL das Recht, gemäß Amateurfunkverordnung und IARU-Bandplan im Bereich 438-440 MHz Betrieb zu machen. Auf der Messe HAM RADIO ist ein Treffen zwischen der Bundesnetzagentur sowie den belgischen und niederländischen Funkamateuren geplant, bei dem es um die Definition von Schutzabständen für DGPS-Systeme gehen soll, die von deren Betreibern künftig eingehalten werden müssen. Für solche Fälle gibt es die so genannte Berliner Vereinbarung, in der sich auch die Niederlande verpflichtet haben, Kollisionen mit den Nachbarländern zu vermeiden und koordiniert Grenzwerte an den Grenzen einzuhalten. Die BNetzA hat dazu eine offizielle Stellungnahme erarbeitet. Das Differential Global Positioning System (DGPS) ist ein ein System zur Steigerung der Genauigkeit von GPS-Navigation. Dazu werden im genannten Frequenzbereich Korrekturdaten ausgestrahlt, z.B. um landwirtschaftliche Maschinen metergenau zu positionieren. Die Systeme werden kommerziell genutzt. In anderen Ländern benutzt man den Bereich zwischen 440-470 MHz, und geht somit dem Amateurfunkdienst aus dem weg. Einige dieser DGPS-Systeme senden jedoch bereits im Grenzgebiet Belgien/Deutschland, ohne vorherige Koordinierung mit den zuständigen Behörden. Ausführliche Informationen haben die Radioamateure der Belgischen Ostkantone auf ihrer Webseite unter www.rbo.be/dgps.htm veröffentlicht."

Soweit die DARC-Veröffentlichung vom 9. Juni 2009(!)

Tom DF5JL

Niederländische DGPS-Signale stören Amateurfunk in NRW

Im westlichen Nordrhein-Westfalen sind seit einiger Zeit DGPS-Signale mit hohen Feldstärken auf den beiden Frequenzen 439,1375 und 439,1625 MHz zu beobachten. Sie sind derart stark, dass im Raum Heinsberg Werte von deutlich über S9 gemessen wurden.

Die Aussendungen kommen aus den östlichen Niederlanden und sind Teil des großräumig angelegten Differential-GPS-Systems, kurz DGPS genannt. Durch das Aussenden von exakt vermessenen Fehlerkorrekturen soll es die Genauigkeit des bekannten GPS-Systems zur Standortbestimmung auf die Größenordnung eines Zentimeters verbessern. Bislang hatte die niederländische Fernmeldebehörde die Frequenzen 438,8125, 438,8375, 438,8625 und 438,8875 MHz für DGPS-Anlagen mit bis zu einem Watt effektiver Strahlungsleistung unkoordiniert genehmigt.

Die Zulassung der niederländischen DGPS-Frequenzen stößt bei nordrhein-westfälischen Funkamateuren auf Unverständnis - können sie doch mit automatischen Amateurfunk-Relaisstationen kollidieren, beispielsweise mit den 70-cm-Relaisfunkstellen in Stolberg, Ennepetal oder auf dem Kahlen Asten. Das Vorgehen der Niederländer verstößt gegen die bis dato übliche Vorgehensweise, ausreichende Schutzzonen einzuhalten und Sender nicht in der Nähe der Landesgrenzen zu positionieren.

Tom DF5JL (mit Material von Ralph, DC5JQ)

Montag, März 12

DO0FSE nun auch mit eigener Echolink-Anbindung

Der UHF-Repeater Euskirchen (438.7125 MHz) hat einen neuen Echolink-Zugang:

Call: DO0FSE-R  -- Node: 670321

Der alte Zugang DD1KJ-R wurde deaktiviert.

Tom DF5JL

Sonntag, März 11

TV-Satellitenkanäle im Iran gestört


Zwei Stunden lang waren Samstag Vormittag über Satellit ausgestrahlte Sendungen von iranischen TV-Sendern wie IRIB oder Press TV gestört. Die iranischen Medien machten dafür Israel und die USA verantwortlich. Es seien von einem unbekannten Ort starke Störsignale gesendet worden, berichtet der staatliche Sender Press TV auf seiner Homepage.


Neben IRIB und Press TV waren auch die internationalen iranischen Sender Al-Alam, Islamic Republic of Iran News Network, Al-Kowsar sowie Sahar 1 und 2 betroffen. Der Angriff auf IRIB war nicht der erste in den vergangenen Monaten.


Am 19. Januar hätten britische Techniker von Bahrain aus Störsignale gesendet, um über Hotbird ausgestrahlte Sendungen mehrerer iranischer Anstalten zu blockieren. Amerikanische und israelische Hacker hätten zudem Cyberangriffe auf die Website von Press TV durchgeführt, so der englischsprachige iranische Sender. Die Angriffe seien jedoch durch wirksame Gegenmaßnahmen der Techniker des Senders vereitelt worden, versicherte Press TV.


Quelle: ASA, Austria.com, ORF


Tom DF5JL

Lesetipp: "Frequenzen kennen keine Grenzen"

DERWESTEN.de über Amateurfunk (13.2.2012)
"Dorsten. Was sagt uns das rätselhafte Kürzel: DARC OV N38 Herrlichkeit Lembeck? Ist da James Bond am Werke und tastet einen Geheimcode in den Äther, um die Welt zu retten? Nein, es ist die Aufforderung an harmlose Tüftler und Hobbywissenschaftler, die sich als Amateurfunker zur 35. Gigahertz-Tagung der Amateurfunker in Dorsten und Umgebung im Forum der Dorstener VHS trafen..." [mehr]

Tom DF5JL

Freitag, März 2

WELT.de: Wie Syrien Journalisten per Telefon tötet

LESETIPP: Das syrische Regime soll westliche Journalisten angreifen. Sie werden mit Hilfe ihrer Handys gejagt. Die dafür notwendige technische Ausrüstung kostet kaum etwas. [mehr]

Tom DF5JL

Dienstag, Februar 28

Mysteriöse Bake auf 7542 kHz

Berichte von US-Funkamateuren melden eine eigenartige Bake auf 7542 kHz, die lediglich wiederholt "55555" in Telegrafie aussendet. Inzwischen liegen Empfangsberichte aus Kansas vor, aus Kalifornien, aber auch aus Deutschland. Die ursprüngliche Vermutung, dass es sich um eine nicht zugelassene US-amerikanische "low power beacon" handelt, konnte nicht bestätigt werden. Im Gegenteil: Die Empfangsfeldstärken in Europa sprechen eindeutig dagegen. Vergleiche mit anderen Stationen deuten auf den Mittelmeerraum/Nordafrika.

Tom DF5JL

Mittwoch, Februar 22

Sideswiper Key

 

Ein Küchenmesser, eine Schraubzwinge und
ein Brettchen
- fertig ist der Sideswiper Key!
Dank an SM7FBJ...

Tom DF5JL

Der Urvater der Funkamateure

Vor 155 Jahren, am 22. Februar 1857, wurde Heinrich Rudolf Hertz geboren. Die von ihm entdeckten Wellen bilden eine der Grundlagen der Funktechnik. Noch heute gibt man Frequenzen in "Hertz" an. Google zeigt auf seiner Einstiegsseite in Anerkennung dessen ein sog. "Wellen-Doodle" an (siehe animiertes Bild; Quelle: google.de). Doodles sind lustige, überraschende und manchmal spontane Änderungen am Google-Logo, mit denen Feiertage, Jahrestage und das Leben berühmter Künstler, Pioniere und Wissenschaftler geehrt werden.

Tom DF5JL

Montag, Februar 20

The DIY Magic of Amateur Radio

DIY = do it yourself!!! - Enjoy it! Tom DF5JL

Telegrafie - es geht auch ohne Taste

OP Maurilucca (IZ5OVP) im CW-QSO mit OP Salvador (C31CT / Andorra) -- Tom DF5JL

Sonntag, Februar 19

WRC-15: 5-MHz-Band für Funkamateure?

Auf der diesjährigen World Radio Conference (WRC-12) gelang es den Funkamateuren, eine sekundäre Zuweisung im Mittelwellenband (472-479 kHz) für sich zu gewinnen. Für die kommende WRC in 2015 steht eine weltweite Zuweisung im 5-MHz-Band auf dem Plan. Das berichtet die amerikanische Amateurfunkvereinigung ARRL.

Die WRC-12 Delegierten verabschiedeten einen entsprechenden Tagesordnungspunkt für die kommende WRC-15. Dabei geht es um ein nicht notwendigerweise zusammenhängendes Amateurfunkband auf sekundärer Basis innerhalb der Eck-Frequenzen 5250 - 5450 kHz. Dies wird auf der WRC-15 
Tagesordnungspunkt 1.4 sein.

Das Band 5250-5450 kHz ist den festen und mobilen Funkdiensten zugeteilt. In einzelnen Ländern stehen den Funkamateuren bereits Einzelfrequenzen zur Verfügung. Begründet wird der Vorschlag damit, dass eine Zuweisung von Teilen des Spektrums um 5300 kHz den besonderen Bedürfnissen des Amateurfunks im Katastrophenfall und bei Hilfseinsätzen entgegen kommt.


Den kompletten Antragstext (engl.) gibt es hier.


Tom DF5JL

Samstag, Februar 18

ISR - 4XZ /IDF* Navy Haifa auf noch mehr Frequenzen

Bahnt sich im Mittleren Osten eine militärische Aktion an?

Nachdem der Sender der israelischen Marine in Haifa, Rufzeichen 4XZ, seine Frequenzen in jüngster Zeit auf insg. 6 ausgeweitet hatte (2680, 2860, 4331, 4595, 6379 und 6607 kHz), ist 4XZ nun auch auf 6525 kHz beobachtet worden. Das wird im Utility DX Forum berichtet.

Tom DF5JL

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*IDF = Israel Defence Forces  צְבָא הַהֲגָנָה לְיִשְׂרָאֵל

Freitag, Februar 17

Apple mit neuer OS-Version / Kostenloses Ubuntu mit Software-Paket Amateurfunk

Bisher hat Apple rund eineinhalb Jahre bis zu einer neuen Version von Mac OS gewartet. Diesmal wird der Nachfolger schon nach acht Monaten angekündigt - und erscheint damit zum Start des neuen Windows 8 von Microsoft.

Doch möchte man in so kurzen Abständen sich von dem OS verabschieden, in das man sich gerade eingearbeitet hat? Von den Kosten, der Einarbeitungszeit etc. mal ganz abgesehen. Nicht nur Hardcore-Gegner eines Turbokapitalismus dürften bei so kurzen Releaseabständen die Nase rümpfen.


Dass es auch anders geht, zeigt Canonical und stellt für sein kommendes Ubuntu 12.04 LTS (erscheint im April 2012) einen fünfjährigen Support sicher (long time support). Gerade Funkamateuren steht mit dieser kostenlosen Alternative eine ganze Reihe von Amateurfunkprogrammen (siehe Bild, lediglich ein Ausschnitt; vergrößert sich durch anklicken) zur Verfügung. Für mich eine Alternative, die ich just auf meinem alten PC installiert habe.


Tom DF5JL


Dienstag, Februar 14

WRC-12: 472 bis 479 kHz für den Amateurfunk

[darc/df5jl] Auf der Weltfunkkonferenz der ITU im schweizerischen Genf gibt es keine Einwände mehr gegen eine Mittelwellenzuweisung an den Amateurfunkdienst.

Das entsprechende Dokument zum Agendapunkt 1.23 passierte seine erste und gleich die zweite Lesung. Dies berichtet Ulrich Müller, DK4VW aus Genf. Das Dokument wird am Freitag in der Schlussakte der WRC-12 ("Final Acts") enthalten sein, die von hohen Regierungsvertretern in einer speziellen Zeremonie unterzeichnet wird. Danach hat der Amateurfunkdienst ein neues Band von 472 bis 479 kHz. Achtung: Eine Betriebsaufnahme wird aber erst nach nationaler Umsetzung der neuen Version der Radio Regulations (VO-Funk) möglich sein. 

Erlaubt wird eine Leistung von einem Watt EIRP sein. Ausnahmen bis zu 5 W EIRP sind durch nationale Behörden dann möglich, wenn die betreffenden Stationen einen Mindestabstand von 800 km zu jenen Ländern einhalten, die einen besonderen Schutz ihrer Flugfunkfeuer ("aeronautical radionavigation service / non-directional beacons - 415 bis 495 kHz) gewährleisten wollen: "Algeria, Saudi Arabia, Azerbaijan, Bahrain, Belarus, China, Comoros, Djibouti, Egypt, United Arab Emirates, the Russian Federation, Iran, Iraq, Jordan, Kazakhstan, Kuwait, Lebanon, Libya, Morocco, Mauritania, Oman, Uzbekistan, Qatar, Syrian Arab Republic, Kyrgyzstan, Somalia, Sudan, Tunisia, Ukraine and Yemen".

Siehe auch ARRL.ORG

Tom DF5JL

Sonntag, Februar 12

Einfache Notfunkantenne 145/430 MHz nach HB9NMT

Für größere Abb. anklicken
Diese Antenne ist schnell aufgebaut. Alles, was man braucht, ist UKW-Bandkabel, Koax und eventl. ein PVC-Rohr sowie einen Stopfen (ein Korken geht auch). Habe das Ganze aus einer alten UKW-Zimmerantenne gefertigt, in ein PVC-Leerrohr geschoben und oben einen Pfropfen drauf gesetzt - fertig! Das obere Ende des Bandkabels habe ich zuvor durchbohrt, einen Faden durchgezogen (wie in der Abb.) und diesen Faden dann zwischen Stopfen und Rohr geklemmt. Dürfte auch bei Außenmontage einige Stürme überstehen, da die Länge ja bei max. ca. 1,5 m liegt.

Ist jedenfalls so gut wie manch kommerzielle Antenne, nur viel leichter, und sie kostet keine 50 EUR, sondern vielleicht fünf EUR. Hatte bis auf das PVC-Rohr (Elektroinstallation) alles in der Bastelkiste.


Tom DF5JL

Sonntag, Januar 29

Probleme bei Radio 6150

Wie Radio 6150 meldet, bereitet das Winterwetter in Südbayern dem Sender arge Probleme. Nachdem gestern Abend noch alles sehr viel versprechend funktioniert hätte, habe sich leider über Nacht die Antenne wegen der schweren Schneelast verabschiedet. Daher könnten heute leider keine Tests laufen. Auch sei besseres Wetter erforderlich, um die Anlage zu reparieren.

Hinter Radio 6150 steht ein Team von Radiomachern aus Bayern, Sendestandort ist Rohrbach im Landkreis Pfaffenhofen, nördlich von München. Die Frequenz wurde von 0715 UTC bis 1500 UTC mit einer maximalen Leistung von 6 kW bei der Bundesnetzagentur registriert. Siehe auch http://www.dxaktuell.de/?p=1506
.

Tom DF5JL 

Dienstag, Januar 24

Schnell ausbreitendes Sonnenplasma / Aurora von Dienstag auf Mittwoch

Auf der Sonne fand nach Informationen von astronomie.info am Montagmorgen um 0400 UTC eine überaus starke Eruption statt (Flare der Stärke M8.7), die einen koronalen Massenauswurf (Coronal Mass Ejection/CME) verursachte. Das Sonnenplasma raste mit 2.200 km/sec auf die Erde zu - üblicherweise bewegt sich der Sonnenwind mit 400 km/sec fort - und erreichte um 1500 UTC die Erde.

Gemäss Berechnungen des Space Weather Laboratory (SWL) vom NASA Goddard Space Flight Center könnte im Extremfall ein sogenannter Kp-Index von 9 resultieren - der höchsten Stufe. Sicherlich werden in der Nacht auf Mittwoch in Skandinavien Polarlichter zu sichten sein. Mit etwas Glück dürfte auch Deutschland in den Genuss dieser Lichterscheinung kommen, im Extremfall vielleicht sogar die Schweiz und Österreich - dies allerdings mit einer Wahrscheinlichkeit von maximal zwanzig Prozent.

Wegen dem stärksten Strahlungsausbruch auf der Sonne seit Mai 2005 werden über Polarzonen führende Flugrouten heute gemieden. Zudem stellt der Teilchenstrom eine Gefahr für Satelliten in hohen oder polaren Umlaufbahnen dar. (NASA/SWL/NOAA)


Quelle: http://www.astronomie.info/ 
bearb. Tom DF5JL / aktuelle Werte: SF 136 | A 17 | K 5 | SSN 108 (2151 UTC) 

DO0FSE - neues 70-cm-Relais in Euskirchen

Seit heute ist das neue 70-cm-Amateurfunkrelais DO0FSE in Betrieb. Die Ausgabefrequenz ist 438,7125 MHz. Für die kommende Woche ist die Aufschaltung von Echolink geplant. Dann lassen sich über das Euskirchener Relais weltweite Funkverbindungen auch mit Handfunksprechgeräten links und rechts der Erft aufbauen.


Tom DF5JL

Noch mehr Frequenzen für 4XZ / Navy Haifa

Wie angespannt ist die Lage im Nahen Osten? Der israelische "Geheimsender" mit dem Rufzeichen "4XZ" (Navy Haifa) jedenfalls hat in diesen Tagen die Zahl seiner eingesetzten Frequenzen erhöht - von 2 auf 6!
Belegt sind zurzeit 2680, 2860, 4331, 4595, 6379 und 6607 kHz. Das melden Utility-Empfangsspezialisten in den entsprechenden Kurzwellen-DXer-Foren.

Tom DF5JL