Donnerstag, November 29

DRM+ startet in Hannover

Im Rahmen eines Modellversuchs der Niedersächsischen Landesmedienanstalt (NLM) zur Erprobung digitaler Hörfunkübertragung im lokalen Bereich wurde der weltweit erste DRM+ Sender in Hannover am 20. November in Betrieb genommen. DRM+ ist ein schmalbandiges digitales Hörfunkübertragungssystem, entwickelt von einem internationalen Konsortium.

DRM steht für Digital Radio Mondiale, einem weltweiten Konsortium mit über 100 Mitgliedern wie z. B. Rundfunkanstalten, Industrie und Forschungseinrichtungen. Dieses Konsortium entwickelte ein System zur Verbreitung von digitalem Hörfunk über Lang-, Mittel- und Kurzwelle, welches nun auf den UKW-Bereich ausgeweitet wird.

Der erste Sender wurde in der Leibniz Universität Hannover gebaut. DRM+ könnte zukünftig in Deutschland insbesondere für die Digitalisierung des lokalen und regionalen Hörfunks eingesetzt werden und den analogen UKW-Hörfunk schrittweise ablösen. Durch die Digitalisierung ist der Empfang von zusätzlichen Programmen in störungsfreier CD-Qualität im Haus und mobil möglich.

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Tom DF5JL

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Dienstag, Oktober 9

DRM-Symposium in Moskau

Vom 9. - 12. Oktober 2007 findet in Moskau ein DRM-Symposium statt, meldet die Fachzeitschrift reinhören.

Das Symposium bietet einen kompletten Einblick in die gesamte Entwicklung der digitalen Kurzwelle und gibt einen Ausblick auf die Einführung von DRM in Russland. [mehr]

Tom DF5JL

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Samstag, Juli 28

NL 675 kHz: Arrow Classic Rock plant neues Programm in DRM / Arrow nun auch via UKW

Mittelwellen-Fans sollten in den nächsten Wochen die Frequenz 675 kHz genauer beobachten. Hier will der niederländische Privatsender Arrow schon bald ein neues Programm ausstrahlen, möglicherweise sogar in DRM ("digitale Mittelwelle").

Derzeit sendet Arrow auf 675 kHz sein bekanntes Rockprogramm aus. Doch mit der Übernahme der UKW-Senderkette des Jugendsenders Caz! Anfang Juli musste sich aufgrund der Lizenzbedingungen das MW-Programm "Arrow Classic Rock" vom UKW-Angebot unterscheiden. Auf MW laufen nun die Hits der 60er und 70er Jahre, auf UKW Rock-Hits der letzten 30 Jahre.

"Arrow Classic Rock nu op FM!"
Mit der Übernahme der Senderkette von CAZ! (ehem. SBS Broadcasting) geht für Arrow ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung, nämlich den Hörern von "Arrow Classic Rock" das Programm in UKW-Qualität bieten zu können - ob zu Hause, auf der Arbeit oder unterwegs im Auto (oder im Coffee Shop - Anm. d. Red.). "Zusammen mit unserer zweiten UKW-Senderkette, Arrow Jazz FM, wird Arrow ein bedeutender Player auf dem hiesigen Radiomarkt werden, mit Angeboten für zwei besondere Zielgruppen, die was anderes hören wollen als BLØF, Guus Meeuwis oder Celine Dion”, sagt Ad Ossendrijver, Besitzer und Direktor von Arrow.

Attraktiver Verkauf
Aber auch SBS ist mit dem Verkauf von CAZ! an Arrow zufrieden. Denn SBS hatte mit CAZ! nicht den wirtschaftlichen Erfolg, den man sich wünschte. Und fand in Arrow nun einen Käufer. Die Alternative wäre gewesen, CAZ! weiter aufzubauen. "Der Verkauf war attraktiver", so André Kreuzen, SBS-Direktor. Und wünscht Arrow alles Gute mit dem neuen UKW-Programm.

Späte Erfolgsgeschichte
Ende 1996 startete Arrow Classic Rock. Doch bei der UKW-Frequenzvergabe in 2003 ging der Sender leer aus. Arrow bekam allerdings für ein Jazz-Programm auf UKW eine Zulassung und startete 2004 mit Arrow Jazz FM. Zurzeit erreicht Arrow mit seinem beiden UKW-Programmen 2 Millionen Hörer pro Monat.

Tom DF5JL

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Freitag, April 20

HCJB: DRM-Testsendung für Europa

Vom 30. April bis 26. Mai 2007 wird HCJB DRM-Testsendungen Richtung Europa senden, jeweils von 0400 bis 0630 UTC auf der Frequenz 9.870 kHz. Gesendet werden sollen in diesen zweieinhalb Stunden u. a. verschiedenste Sendeformate der deutschsprachigen Abteilung sowie das Programm von Jorge Zambrano "Musica del Ecuador". HCJB ist an Empfangsberichten ausdrücklich interessiert und beantwortet Empfangsberichte mit einer DRM-Sonder-QSL-Karte 2007.

RRs bitte an: DRM@hcjb.org.ec

Tom DF5JL

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Samstag, März 10

HCJB testet DRM Richtung NA








HCJB Global-Direktor Doug Weber (HC7AW) teilt mit, dass "Die Stimme der Anden" für ein paar Wochen DRM-Testaussendungen Richtung Nordamerika vornehmen wird. Folgende Frequenzen werden dafür eingesetzt: 15.140 kHz von 1200 bis 2400 UTC sowie 9.820 kHz von 0000 bis 0800 UTC.

Tom DF5JL

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Montag, März 5

Wo steht welcher KW-Sender...?

Beim Stöbern gerade entdeckt: Daniel Hirschlers "Maps of Transmitter Sites": Online-Karten, die Google-Maps (Karte, Satellit, Hybrid) mit den Angaben der vom HFCC koordinierten KW-Sender bzw. mit den DRM-Senderstandorten (Datenquelle: ADDX) verknüpfen. Heraus kommen zwei wunderbare Weltkarten, die sich aufzoomen lassen und bei denen der Ausschnitt in allen Richtungen über die Erdkugel bewegt werden kann. Warum lange reden? Probiert es einfach aus!

Tom DF5JL

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Mittwoch, Februar 28

WDR 1.593 kHz - Pegelanstieg wegen Messung

Gestern wurde beim DRM-Empfang des WDR-Senders Langenberg auf 1.593 kHz in der Zeit zwischen 1300 und 1310 UTC (14.00 - 14.10 MEZ) ein starker Pegelanstieg beobachtet. Auf Anfrage hat der Stationsleiter diese Beobachtungen bestätigt. In Vorbereitung auf heute stattfindende Messungen wurde gestern (Dienstag) kurzzeitig AM-Betrieb gemacht. Das soll sich heute ab ca. 1030 UTC für mehrere Messreihen wiederholen. Der Sender wird häufig zwischen AM- und DRM-Betrieb hin- und herschaltet werden.

Tom, DF5JL

Nachtrag: Die Messungen wurden um 1100 UTC beendet.

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Indien: DRM-Tests Richtung Europa

All India Radio (AIR) setzt seine DRM-Tests Richtung Europa bis zum 5. März in der Zeit von 1945 - 2230 UTC auf 9.950 kHz fort. Standort des Senders (100 kW) ist Khampur, Delhi. Das teilt James Robinson in der int. DRM-L-Liste mit. Empfangsbestätigungen bitte über dieses Formular.

Tom DF5JL

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Dienstag, Februar 27

Russisches DRM-Radio SRZ RP-226 DRM

Russland könnte ebenso wie China ein Zukunftsmarkt für die digitale Kurzwelle (DRM) werden. Jetzt taucht ein erster Bericht mit Hinweis auf einen Prototypen eines russischen DRM-Radios in der ADDX-Zeitschrift "Kurier" auf (mit Foto). Und Mario Gongolksy berichtet in REIN-HÖREN, dass dieser DRM-Empfänger als Muster zur Begutachtung bei der Deutschen Welle geprüft wird. "Das DRM-Radio CP3-PR-226 DRM* könnte in einem gummierten - möglicherweise spritzwasserresistenten - Gehäuse stecken. Beim Blick auf die Details überrascht der Bandwahlschalter AM, FM, DRM, DAB. Auf der Seite befindet sich augenscheinlich ein RJ-45-Netzwerkstecker. Hersteller ist die Firma Sarapul SRZ, die das Gerät im Auftrag des staatlichen Fernseh- und Radio-Sendernetzbetreibers RTRN entwickelt hat."

Siehe auch (russ.): СРЗ представил цифровой DRB/DAB/RDS радиоприемник


* Anmerkung der RADIOSKALA-Redaktion: Die korrekte Typenbezeichnung lautet SRZ RP-226 DRM.


Tom DF5JL

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Dienstag, Februar 20

RMC Monaco in DRM auf 6.175 kHz

Heute Mittag um 1115 UTC wird RMC aus Monaco auf 6.175 kHz mit einer DRM-Sendung gemeldet. Die Empfangsqualität sei "sehr gut" und wird mit 22,6 dB SNR angegeben. (Quelle: a-dx)

Tom DF5JL

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Sonntag, Februar 18

Aus für R. Luxembourg (engl.) 7.295 kHz DRM

Radio Luxembourg hat seine DRM-Aussendungen (Digitale Kurzwelle) in Englisch auf 7.295 kHz überraschend eingestellt. Die Aussendung wird auch nicht mehr unter "drm.org/schedule" aufgelistet. Weiterhin ist aber das englische RTL-Programm als Webcast zu hören sowie in Englisch auf 25.795 kHz lokal (Standort Dudelange) in DRM zu empfangen.

Tom DF5JL

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Sonntag, Februar 11

Indien: Analoge Mittelwelle - das Band der armen Leute

Indiens Kurzwelle wird digital. Das steht fest. Bis 2015 sollte die Umstellung abgeschlossen sein. Doch knappe Kassen könnten den Termin nun nach hinten verschieben. Die Mittelwelle aber, das "Arme-Leute-Band" in Indien, wird keineswegs komplett auf digitalen Rundfunk umgestellt werden. Das machte jetzt All India Radio (AIR)-Chefingenieur As Guin in Neu-Delhi deutlich.

Analoger Rundfunk auf Mittelwelle, das ist das, was die weit verbreiteten kleinen Radios in Indien empfangen können. Geräte, die 70 bis 100 Rupien kosten - Unterschichten-Radios. Aber auch Besserverdienende werden sich Digitalradios nicht leisten können. Oder sie werden schlicht nicht dazu bereit sein, bis zu 3.500 Rupien (ca. 70 US-Dollar) für ein neuartiges Digitalradiogerät auszugeben. "Also können wir nicht den analogen Rundfunk auf Mittelwelle einfach abschalten", so Guin. "Mittelwelle, das ist für Viele Informationen und Unterhaltung."

Giun hat klare Vorstellungen von dem, wie sich digitaler Rundfunk in Zukunft in Indien präsentieren könnte. "Das Wichtigste wird der Inhalt sein. Kurzwellenprogramme müssen sich von Mittelwellenprogrammen unterscheiden. Denn wenn in beiden Rundfunk-Bereichen das Gleiche gesendet wird, fehlt der Anreiz, sich für die Kurzwelle ein teures Digitalradio zu kaufen." Guin setzt daher auf populäre Inhalte, speziell für die Kurzwelle entwickelt. "Sonst gibt es keine gute Ernte."

Von fünf nationalen Digitalprogrammen ist die Rede, in denen auch regionale Sprachen zum Zuge kommen sollen. Ein Bengali in Mumbai käme also in den Genuss von All India Radio Kolkata, wenn er denn wollte. Und noch eines wäre mit Digitalradio realisierbar: All India Radio möchte entlang der Küste ein Frühwarnsystem etablieren. Käme es zu einer Katastrophenvorhersage, würden Computer automatisch im gesamten Küstengebiet das laufende Programm unterbrechen und die Warnmeldungen ausstrahlen. Danach würde ins normale Programm zurückgeschaltet und die Küstenbewohner hätten genügend Zeit, sich in Sicherheit zu bringen.

(Quelle: indiantelevision.com; Foto: Kai Schöning, PixelQuelle.de)


Tom DF5JL

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Freitag, Februar 9

Ab April: BBC R. Devon in DRM auf 855 kHz

BBC Radio will Ende April zusammen mit dem Sendeanlagenbetreiber National Grid Wireless mit DRM-Versuchen auf Mittelwelle beginnen. Der Versuch am Standort Plymouth geht zunächst über ein Jahr. Gesendet wird das Programm von BBC Radio Devon auf der MW-Frequenz 855 kHz.

Verwendet wird eine bereits existierende Mittelwellen-Sendeanlage. Beteiligt werden ausgewählte Radio Devon-Hörer sowie Internetnutzer von bbc.co.uk/devon. Den Versuchsteilnehmern werden geeignete Radiogeräte zur Verfügung gestellt, die sowohl die DRM-Sendungen empfangen können als auch Programme auf UKW sowie DAB.

Die Ergebnisse dieses einjährigen Versuchs sollen bereits Mitte 2008 veröffentlicht werden. John Allen, Leiter der Abteilung New Services for BBC English Regions erklärte, der Versuch soll zeigen, ob DRM geeignet ist, britische Hörer auf Mittelwellenfrequenzen digital mit dem Programm der BBC Lokalstationen zu versorgen.

In Großbritannien gibt es zahlreiche Lokalstationen mit Sendeleistungen bis zu 1 kW Sendeleistung. Sie versorgen vor allem tagsüber die Regionen mit speziellen Lokalprogrammen. Nachts wird meist ein Zentralprogramm übernommen.

Anschrift: BBC Radio Devon, P.O. Box 1034, Plymouth PL3 5YQ, Great Britain.


Quelle: bbc.co.uk/devon & BBC Pressestelle


Tom DF5JL

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Donnerstag, Februar 8

Neuseeland: RNZI zzt. ohne DRM

Digital, das heißt: 0 oder 1, AN oder AUS. Letzteres gilt momentan für die Digitale Kurzwelle (DRM) in Neuseeland. Der neue DRM-Sender von Radio New Zealand International macht gerade eine Menge Stress, so dass auf Analogbetrieb umgeschaltet wurde. RNZI rechnet damit, die DRM-Rundfunkversorgung zum 21. Februar wieder aufnehmen zu können.

Tom DF5JL

Dazu erreicht uns am Freitag (9. FEB.) ein Kommentar aus der Schweiz: "Es ist nicht der neue DRM Sender der Probleme macht, sondern der Analoge, wie auf www.rnzi.com zu lesen ist. Der neue DRM-Sender hat dazu die analogen Sendungen übernommen." Danke für diesen wichtigen Hinweis! - Tom

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Sonntag, Januar 28

All India Radio testet DRM auf 6.100 kHz

Derzeit testet All India Radio DRM (Digital Radio Mondiale = Digitale Kurzwelle). Das meldet Alokesh Gupta aus New Delhi.
Hier seine Angaben:


28th Jan 2007
0330 - 1230 UTC
Freq : 6.100 kHz.
Site : Delhi (Khampur) 250 kW

Schon gestern beobachtete Alokesh um 1340 UTC DRM-Versuchssendungen von All India Radio auf 7.270 und 6.100 kHz.


Tom DF5JL

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Dienstag, Januar 23

DRM-Sendestellen im Bild

Wer DRM-Signale ("Digitale Kurzwelle") empfängt und wissen möchte, von wo aus die DRM-Signale stammen - eine britische DRM-Radio-Site zeigt Fotos der DRM-Sendestellen Crystal Palace, Rampisham, Woofferton, Beidwilder, Ismaning, Junglinster, Marnach, Moosbrunn (siehe Foto links /ORS), Santa Maria de Galeria, Sines und Taldom:

drmradio.co.uk/.../tx_sites
drmradio.co.uk/.../tx_sites_uk

Passend dazu liefert drm.org eine gute Übersicht über Sender, Frequenzen und Sendezeiten von Hörfunkprogrammen in DRM (Digital Radio Mondiale).


Tom DF5JL

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Freitag, Januar 19

Frankreich: DRM und DRM+ in Band I (47 - 68 MHz)

Die französische Genehmigungsbehörde Conseil Supérieur de l'Audiovisuel hat zeitlich befristete DAB-und DRM-Versuchslizenzen erteilt. Sie gingen zum einen an den DigitalRadio-Netzbetreiber VDL (weltweiter Hersteller von Encodern und Multiplexern für DAB und DMB) sowie an Télédiffusion de France (TDF).

Vorgesehen ist, dass VDL in Paris bis zum 13. Februar im Band III (174 bis 230 MHz) DAB+-Testsendungen (AAC+ Codec) durchführen wird sowie bis zum 13. März am Standort Lyon und Valence DRM-Sendungen im 11-m-Rundfunkband (26 MHz). TDF wird in Rennes Testsendungen in DRM und DRM+ in Band I (47 bis 68 MHz) ausstrahlen (Lizenz bis zum 12. September).

Quelle: DAB Ensembles Worldwide


Tom DF5JL

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