Montag, Juli 28

Olympia-Zensur für DW und RFA

Freier Internetzugang - von wegen! Was es in China mit der Internetzensur auf sich hat, können westliche Journalisten in diesen Tagen in Pekings Pressezentrum hautnah erfahren. Neben den Homepages von Menschenrechts-Organisationen sind vor allem die Internetangebote kritischer Medien gesperrt. "Alles individuelle Probleme", sagen die Organisatoren.

Betroffen sind der chinesische Internetdienst der Deutschen Welle (DW), das Angebot des US-amerikanischen Senders Radio Free Asia (RFA), Amnesty International, Human Rights in China oder auch der katholischen Nachrichtenagentur Asianews, die schon mal über die Untergrundkirche in China berichtet. Das Chinesische Angebot von DW-WORLD.DE (dw-world.de/chinese) wird schon seit einigen Jahren regelmäßig durch die Behörden gesperrt. Viele Interessierte nutzen jedoch die zahlreichen Möglichkeiten, die technische Blockade zu umgehen, etwa über Proxy-Server oder gepostete Artikel in Foren.

Technische Unterstützung bei den Blockaden leisten dabei u.a. auch Google und Yahoo: Versucht ein Internetnutzer eine gesperrte Seite aufzurufen und greift die Blockade, wird meist für kurze Zeit auch jede andere Suche gesperrt, selbst wenn keine zensierten Inhalte gesucht werden. China verteidigt seine Zensur immer mit dem Hinweis, dass es in anderen Ländern auch Sperren im Internet gegen "ungesunde Inhalte" gebe.

Die Journalisten in Pekings Hauptpressezentrum haben sich inzwischen bei den Organisatoren beschwert, schreibt SPIEGEL Online. Der Medienchef des Pekinger Organisationskomitees Sun Weijia sagte, es handele sich nur um "individuelle Probleme".

Quellen: spiegel.de, dw-world.de, Agenturen

Tom DF5JL

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