Sonntag, April 29

DARC Mitglieder: unstete Babyboomer

Was passiert beim DARC? Hatte der Bundesverband der Funkamateure in Deutschland 1995 noch rund 60.000 Mitglieder, waren es 2011 nur noch rund 41.000. Noch Überraschenderes ist in den aktuellen Mediadaten der DARC Verlag GmbH zu entnehmen: Danach haben die Leser der CQ-DL (und damit die DARC-Mitglieder) eine Verweildauer im DARC von durchschnittlich nicht einmal 10 bis 14 Jahren. 

Grund sind wohl Überalterung und interne Querelen. Möglicherweise sind die Ursachen aber auch in der psychologischen und soziologischen Struktur der so genannten "Babybommer" zu suchen. Immerhin gibt es auch Positives zu vermelden: Die Altersstruktur des DARC zeigt, dass gesteigertes Interesse gerade bei den "Jüngeren" (25 - 60 Jahre) vorhanden ist. 

Altersgruppenverteilung DARC (Deutschland) 

  •  bis 24 J.  4,5% (24,8%) 
  • 25 - 40 J. 21,0% (18,3%) 
  • 40 - 60 J. 51,0% (31,0%) 
  • über 60 J. 21,0% (25,9%) 

Aufgabe des DARC für die kommenden Jahre wird es daher sein, vor allem den mittleren Altersbereich (die "Babyboomer-Generation") zu festigen (Neusprech: zu "konsolidieren"), jene Generation, die Individualität als Massenphänomen erfährt und sich aufgrund zahlreicher Altersgenossen stets starker Konkurrenz ausgesetzt sieht. Vor allem aber sind aufgrund der demografischen Verteilung neue Mitglieder in den Altersstufen bis 24 Jahre (Jugendarbeit) und über 60 Jahre (Seniorenarbeit) zu gewinnen.

Augenblickliche Strategie des DARC in der Außenwahrnehmung ist es, vor allem junge Mitglieder (<25 Jahre) zu gewinnen. Angesichts der Verweildauer von unter 15 Jahren und den Optimierungsmöglichkeiten im Segment "über 60" möglicherweise eine zu korrigierende Schwerpunktsetzung. Hier dürfte dann auch wieder die Diskussion um die "K-Lizenz" (Einsteigerlizenz) eine Rolle spielen.

Tom DF5JL

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