Donnerstag, Dezember 11

HD - (not really) ready

Egal ob Flatscreen, Camcorder, Spielkonsole oder Blu-ray-Player: Überall im Weihnachtsgeschäft wird derzeit mit Bildern in High-Definition-Qualität geworben. Das Logo „HD ready" verspricht hochauflösende Technik und befindet sich bereits auf LCD- oder Plasma-Bildschirmen in mehreren Millionen deutschen Haushalten. Dennoch lassen Programme für das so genannte High Definition Television auf sich warten: In HD-Qualität werden zurzeit nur fünf Kanäle angeboten, davon zwei im Pay-TV.

ARD und ZDF wollen ihre HDTV-Offensive erst beginnen, wenn am 12. Februar 2010 im kanadischen Vancouver die Olympischen Winterspiele beginnen. Auch die Mediengruppe RTL will auf keinen Fall vorher an den Start gehen, und die ProSiebenSat.1 Media AG hat im vergangenen Februar ihre im Oktober 2005 eingeführten HD-Programme (Sat.1 HD und ProSieben HD) wieder eingestellt.

Auslöser für den zögerlichen Start ins deutsche HDTV-Zeitalter ist die fehlende Digitalisierung vieler TV-Anschlüsse. Noch besitzt durchschnittlich nur jeder zweite deutsche Haushalt einen Zugang zum digitalen Fernsehen. Wie lässt sich das Tempo der Digitalisierung steigern? Woran liegt es, dass Deutschland bei der HDTV-Entwicklung hinter Nachbarländern wie der Schweiz oder Frankreich deutlich hinterherhinkt? Welcher HDTV-Standard wird sich durchsetzen? Warum verfügen nur weniger als fünf Prozent der deutschen Haushalte über HDTV-taugliche Empfangsgeräte, obwohl inzwischen mehr als zehn Millionen HD-fähige Flachbildschirme verkauft wurden? Und warum zögern TV-Programmanbieter bei ihrem HD-Engagement?

Antworten auf diese Fragen bietet ein neuer Online-Artikel im medienforum.magazin. Mehr dazu im Beitrag Warum die hochauflösende Erlösung auf sich warten lässt.

Tom DF5JL

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