Samstag, Dezember 23

Von Sternchen, Sternen und einem spektakulären Salut

"Berthold Klug aus Zottewitz bei Dresden sammelt DDR-Radios. Rund 450 hat er bereits", schreibt Harald Lachmann heute in der Lausitzer Rundschau. Und staunt: "Man mag es kaum glauben, aber die DDR-Industrie brachte 3000 Radiotypen auf den Markt."

Aus dem Staunen kommt auch derjenige Leser nicht heraus, für den die zahlreichen Radiotypen „Made in G.D.R.“ bis dato unbekannt sind. Oder wußten Sie, dass der erste "Reiseempfänger" der DDR ganz unspektakulär 6D71 hieß? Er kam 1952 heraus, hatte schon Batterieantrieb und eine "pfiffige Rollantenne". Und was war das teuerste Kofferradio seinerzeit? „Der Radiokassettenrecorder SKR 500. Er kostete 1982 schon 2150 DDR-Mark, war sehr schwer, hatte Stereo und ein Zweiwegelautsprechersystem.“ Aha!

Für mich als im Jahr des Mauerbaus Geborener und mit dem Quelle-Katalog aufgewachsener Westler erinnere mich noch an Geräte wie das "Ouvertüre". Diese Geräte baute die DDR für die Bundesrepublik, und Quelle vertickte sie für sechzig D-Mark. Im Westpaket kehrten einige in das Land ihrer Produktion zurück. "Als es später auch in unsere Läden kam, kostete es 500 Mark Ost“, weiß der Sammler Berthold Klug zu berichten.

Von Sternchen, Sternen und einem spektakulären Salut - Lausitzer Rundschau vom 23.12.2006


Tom DF5JL

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