Mittwoch, Dezember 20

Lesetipp: Intermedial und crossaktiv - Wie der Hörfunk von morgen aussehen könnte

Unter der Überschrift "Intermedial und crossaktiv - Wie der Hörfunk von morgen aussehen könnte" ist bei epd.de in der aktuellen Ausgabe der epd Medien ein sehr nachdenklicher und fachlich versierter Aufsatz von Helmut Merschmann erschienen. Darin analysiert der Autor die augenblickliche Situation des Hörfunks und mahnt an: "Niemand blickt noch durch. Alle bedauern es. Doch keiner vermag dem seltsamen Treiben Einhalt zu gebieten. (...) Das Nachsehen hat der Hörer. Die forcierte Deregulierung bringt ihn in eine Lage, in der er leicht aufs falsche Pferd setzen könnte und möglicherweise doppelt in die Tasche greifen muss. Das Ganze ähnelt fatal dem Formatstreit beim Video zu Beginn der achtziger Jahre, als sich das technisch schlechteste System qua Marktmacht und -manipulation durchsetzte."

Schon deute sich bei DAB das gleiche Spiel an. Allerdings dürfe, so Merschmann weiter, das seit mehr als zehn Jahren existierende, oft belächelte und ebenso häufig totgesagte DAB sich auf eine Wiedergeburt freuen: "Denn die Nachfolgetechnologie DMB (Digital Multimedia Broadcasting) soll die vorhandene DAB-Infrastruktur, in die viel Geld investiert wurde, nutzen. Auch DVB-H (Digital Video Broadcast Handheld), das auf DVB-T aufsattelt und vornehmlich mit "Handy-TV" in Verbindung gebracht wird, erweist sich als hörfunktauglich und vermag, ebenso wie DMB, neben Audio- auch Videosignale zu verarbeiten. Gleichfalls auf dem Handy, bislang allerdings nur auf wenigen Geräten der Marke Nokia, ist das so genannte UMTS-Radio zu empfangen, das sich breitbandigen Mobilfunk zunutze macht.

Merschmann nimmt auch auf die digitale Kurzwelle (DRM - Digital Radio Mondiale) Bezug. Sein Urteil: "Ein weltweiter Digitalrundfunk für die Lang-, Mittel- und Kurzwelle, was aber selbst in Fachmärkten mit dem Digital Rights Management verwechselt wird."

Mein Tipp: Absolut lesenswert!


http://www.epd.de/medien/medien_index_46928.html



Tom DF5JL

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