Dienstag, März 17

TV-Frequenzen unterm Hammer

Die Bundesnetzagentur plant laut "Die Welt" noch in diesem Jahr die größte Frequenz-Auktion in der Geschichte der Bundesrepublik. Dabei sollen sowohl UMTS-Frequenzen als auch ehemalige Rundfunk-(TV-)Frequenzen für drahtloses Internet unter dem Hammer kommen.

Allein die UMTS-Frequenzen (1,8 GHz, 2 GHz und 2,6 GHz) sind umfangreicher als das Paket, dass im Jahr 2000 den Staatshaushalt gerettet hat. Damals zahlten die bekannten Mobilfunker 50 Milliarden Euro für sechs Frequenzen, von denen zwei zurückgegeben wurden und jetzt erneut in die Auktion gehen.


Das Ganze läuft im Rahmen der Breitbandstrategie der Bundesregierung. Sie möchte alle "weißen Flecken"-Regionen mit schnellem Internet bis Ende 2010 versorgen - teils drahtlos über Frequenzen, die bislang dem Rundfunk zugeschrieben waren. Das obere UHF-Frequenz-Spektrum (790 MHz bis 862 MHz) war durch die Umstellung auf digitales Fernsehen freigeworden. Deshalb sprechen Fachleute von "digitaler Dividende".

1 Comments:

Anonymous Anonym said...

"Das obere UHF-Frequenz-Spektrum (790 MHz bis 862 MHz) war durch die Umstellung auf digitales Fernsehen freigeworden. Deshalb sprechen Fachleute von "digitaler Dividende"."

Tatsächlich ist doch unter Einfluss der "notleidenden" Handy-Lobby
dieser Bereich den TV-Veranstaltern abgeluchst worden! Wenn hier etwas
zukunftsbewusster geplant würde, hätte man schon an die notwendige
Umstellung von DVB-T auf DVB-T2 mit HDTV-Inhalten gedacht und dafür
diese Frequenzen reserviert - aber wer braucht hierzulande schon
HDTV...

73 Klaus

23 März, 2009 16:00  

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